reallabor

 RealLabor: „So geht Innovation!“

Eigentlich heißt es ja, aller guten Dinge sind drei. Das RealLabor Hamburg hat aber noch eine Schippe nachgelegt. Bringt man den jüngst erschienenen Abschlussbericht auf einen kurzen Nenner, haben es die beteiligten Unternehmen und Institute ganz locker auf das Doppelte gebracht. Satte sechs Teilprojekte sind insgesamt vom RealLabHH heraus ins echte Leben gestartet.

Sie machen künftig in Hamburg vor, wie sich kommunale Verkehrssysteme nachhaltiger, sicherer, komfortabler und zuverlässiger gestalten lassen: Der Hamburger Verkehrsverbund hvv integriert das Mobilitätsbudget in den Regelbetrieb, Mikrodepots ermöglichen weiterhin eine emissionsfreie Paketzustellung in der Hamburger Innenstadt und On-Demand-Services etablieren sich zunehmend außerhalb der Stadt. 

„Einen echten Quantensprung“ nennt Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der konsortialführenden Hamburger Hochbahn, die schnelle Umsetzung von der Forschung in die Praxis: „Wir haben Absichtserklärungen, Besprechungen in Konferenzräumen und Präsentationen hinter uns gelassen, stattdessen auf Projektebene gemeinsam neue Lösungen für die Mobilität von morgen entwickelt und diese im Live-Betrieb erprobt. So geht Innovation“, lobte er bei der Präsentation des Abschlussberichts die Ergebnisse.
 

Skalierbare Lösungen für Kommunen

Hamburg ist aber erst der Anfang. Denn der Abschlussbericht liefert übertragbare Erkenntnisse und Empfehlungen für Regionen und Kommunen zur Gestaltung einer zukünftigen Mobilität mithilfe digitaler Innovationen. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis die gewonnenen Erkenntnisse über Verkehrseffizienz, Verkehrssicherheit, Schadstoffreduzierung und städtebauliche Effekte bundesweit für die Umsetzung klimafreundlicher Verkehrslösungen genutzt werden können.

Die glorreichen Sechs

  • Die App des Hamburger Verkehrs Verbunds hvv integriert weitere Partner und wird multimodaler.
  • Von der Demo zum Prototyp: T-Systems und das Urban Software Institut treiben das Projekt „ein bundesweiter Datenraum für alle Mobilitätsdienste“ weiter voran.
  • Mobilitätsbudget statt Dienstwagen: Das Angebot wird zum Ende des Jahres unter Federführung der DB verstetigt und mit der Integration in die hvv switch App in den Regelbetrieb überführt.
  • On-Demand-Shuttles von ioki werden nach dem Pilotbetrieb in den Landkreisen Harburg und Stormarn fortgesetzt.
  • Lastenrad statt Lieferwagen: Die Mikrodepots in der Hamburger Innenstadt bleiben, Lieferungen werden von dort per Lastenrad klimaneutral zum Endkunden gebracht.
  • Der Digitale Schutzengel für Radfahrer:innen bleibt nach Auszeichnung mit dem Connected Car Award weiter im Einsatz.

Die glorreichen Sechs werden im Abschlussbericht zum Reallabor im Detail vorgestellt. Er kann hier heruntergeladen werden.